MarketLinQ
DemoErstgespräch vereinbaren→
Ratgeber · Übersicht

Marketingkonzept erstellen: Aufbau, Inhalte und Vorgehen im Überblick

Aktualisiert am 24.10.2026
Kurzantwort

Ein Marketingkonzept legt fest, für wen ein Angebot gemacht wird, welche Argumente zählen, über welche Kanäle kommuniziert wird und welche Maßnahmen Vorrang haben. Es verbindet Ausgangslage, Zielgruppen, Positionierung und Maßnahmenplanung zu einer zusammenhängenden Grundlage. Ohne diese Grundlage entstehen Inhalte und Kampagnen nebeneinander, ohne aufeinander einzuzahlen.

Ein Marketingkonzept ist die Arbeitsgrundlage, auf der Kommunikation, Kampagnen und Vertriebsunterlagen aufbauen. Es benennt, für wen ein Angebot gemacht wird, welche Argumente für diese Zielgruppen zählen, welche Kanäle genutzt werden und welche Maßnahmen Vorrang haben. Fehlt diese Grundlage, entstehen Inhalte nebeneinander - jede Maßnahme für sich, ohne aufeinander einzuzahlen.

Das Konzept steht zwischen Strategie und Plan: Die Marketingstrategie legt Ziele, Markt und Positionierung fest, der Marketingplan terminiert die einzelnen Maßnahmen. Das Konzept entscheidet dazwischen, mit welchen Argumenten welche Zielgruppe über welche Kanäle angesprochen wird. Es verbindet Ausgangslage, Zielgruppenverständnis, Positionierung und Maßnahmenplanung zu einer Einheit, an der sich Marketing und Vertrieb gleichermaßen orientieren.

Was ein Marketingkonzept von einer Strategie unterscheidet

Ein Marketingkonzept ist kein Strategiepapier. Die Marketingstrategie gibt die Richtung vor: welche Märkte ihr adressiert, welche Positionierung ihr einnehmt, welche übergeordneten Ziele ihr verfolgt. Das Marketingkonzept übersetzt diese Richtung in einen konkreten Plan.

Dieser Plan beantwortet vier Grundfragen: Wer soll angesprochen werden? Mit welchen Argumenten? Über welche Kanäle? Mit welchen Maßnahmen in welcher Reihenfolge? Wer diese Fragen nicht gemeinsam beantwortet hat, plant einzelne Maßnahmen - aber kein Konzept.

Beide gehören zusammen. Ein Konzept ohne strategische Grundlage verliert die Richtung. Eine Strategie ohne Konzept bleibt Absicht.

Die Bestandteile eines Marketingkonzepts

Ein vollständiges Marketingkonzept besteht aus mehreren Ebenen, die aufeinander aufbauen. Jede Ebene hat eine eigene Aufgabe.

Ausgangslage und Marktumfeld beschreiben, wo ihr steht: welche Zielgruppen ihr erreicht, welche nicht, wo das Angebot in Kaufentscheidungen eine Rolle spielt und welche Kaufhürden es gibt. Diese Bestandsaufnahme ist der Ausgangspunkt. Wer hier Annahmen statt dokumentiertes Wissen verwendet, plant auf unsicherem Boden.

Zielgruppen und ihre Kaufsituation gehen über Demografie hinaus. Relevant sind die Aufgaben, die eure Zielgruppen erledigen müssen, die Hindernisse dabei und die Gründe, warum sie ein Angebot in Betracht ziehen oder ablehnen. Im B2B-Kontext können mehrere Rollen an einer Kaufentscheidung beteiligt sein - mit unterschiedlichen Fragen und Kriterien. Ein Marketingkonzept berücksichtigt diesen Unterschied.

Positionierung ist die begründete Einordnung des Angebots für bestimmte Zielgruppen. Sie beantwortet, warum dieses Angebot für diese Zielgruppe die richtige Wahl ist - und grenzt ab, wofür es nicht geeignet ist. Eine Positionierung ohne Abgrenzung ist keine Positionierung.

Kommunikationsziele legen fest, was die Kommunikation leisten soll: Bekanntheit aufbauen, Kaufhürden abbauen, qualifizierte Anfragen erzeugen oder bestehende Zielgruppen weiterentwickeln. Jedes Ziel erfordert andere Inhalte und andere Kanäle.

Maßnahmen und Kanäle benennen, was konkret umgesetzt wird: welche Inhalte, für welche Zielgruppe, auf welchem Kanal, in welcher Reihenfolge. Ein Redaktionsplan, ein Mediaplan und ein Briefing-Rahmen gehören hier dazu.

So entsteht ein Marketingkonzept Schritt für Schritt

Die folgende Abfolge beschreibt, wie ein Marketingkonzept aus vorhandenem Wissen entsteht - statt aus Annahmen.

Schritt 1: Vorhandenes Wissen sichten. Bevor ihr plant, bringt ihr zusammen, was bereits bekannt ist: Erkenntnisse aus Vertriebsgesprächen, Kundenfeedback, Produktdokumentation, bisherigen Kampagnen und Websitedaten. Dieses Wissen kann vorhanden, aber verteilt sein - in einzelnen Personen, Teams oder Systemen. Das Ziel dieses Schritts ist es, Wissenssilos sichtbar zu machen und Lücken zu benennen.

Schritt 2: Zielgruppen und Kaufsituation dokumentieren. Ihr beschreibt, welche Zielgruppen ihr ansprecht, welche Aufgaben sie haben, welche Hindernisse sie kennen und welche Kaufanlässe tatsächlich zu einer Entscheidung führen. Im B2B-Umfeld heißt das: die beteiligten Rollen im Kaufprozess verstehen - die wirtschaftlich Verantwortlichen, die fachlich Prüfenden, die Nutzenden. Jede Rolle stellt andere Fragen.

Schritt 3: Positionierung ableiten und prüfen. Auf der Grundlage der Zielgruppenerkenntnisse formuliert ihr, welchen Nutzen euer Angebot für welche Zielgruppe hat - und wodurch sich dieser Nutzen von Alternativen unterscheidet. Diese Positionierung ist eine Ableitung, keine Behauptung. Sie muss aus dem dokumentierten Zielgruppenverständnis nachvollziehbar folgen.

Schritt 4: Bestehenden Marktauftritt abgleichen. Ihr prüft, was eure aktuelle Website, eure Kampagnen und eure Vertriebsunterlagen leisten - und was sie nicht leisten. Welche Argumente tragen? Welche Zielgruppen werden gut angesprochen? Wo fehlen Inhalte? Dieser Abgleich zeigt, was ihr weiter nutzen könnt, was überarbeitet werden sollte und was neu erstellt werden muss. Ein neues Marketingkonzept erfordert nicht automatisch eine neue Website oder einen vollständigen Neuaufbau.

Schritt 5: Kommunikationsziele und Maßnahmen planen. Auf Basis der Ausgangslage, der Zielgruppenerkenntnisse und der Positionierung legt ihr fest, welche Kommunikationsziele Vorrang haben. Daraus leitet ihr konkrete Maßnahmen ab: welche Inhalte entstehen, auf welchen Kanälen sie erscheinen, in welcher Reihenfolge und wer verantwortlich ist.

Schritt 6: Grundlage pflegen. Ein Marketingkonzept ist kein Einmal-Dokument. Marktumfeld, Zielgruppenverständnis und Angebot verändern sich. Die Grundlage muss fortlaufend aktualisiert werden - mit neuen Erkenntnissen aus Vertriebsgesprächen, Kampagnenergebnissen und Kundenfeedback.

Was ein Marketingkonzept einfacher macht

Ein strukturiertes Marketingkonzept schafft konkrete Erleichterungen in der täglichen Arbeit.

Gemeinsame Richtung für Marketing und Vertrieb. Wenn Positionierung, Argumente und Zielgruppenverständnis dokumentiert sind, sprechen Marketing und Vertrieb auf derselben Grundlage. Die Außenwirkung wird dadurch konsistenter.

Begründete Priorisierung. Mit einer klaren Grundlage könnt ihr entscheiden, welche Maßnahmen Vorrang haben - nicht nach Bauchgefühl, sondern auf Basis dokumentierter Zielgruppen und ihrer Kaufsituationen.

Zielgerichtetere Inhaltserstellung. Wer weiß, für welche Zielgruppe ein Inhalt gedacht ist, welches Argument er transportieren soll und in welchem Kontext er erscheint, kann Briefings präziser formulieren und Inhalte zielgerichteter entwickeln. KI-gestützte Entwürfe lassen sich gezielter einsetzen, wenn die inhaltliche Grundlage klar ist - fachliche Prüfung und Freigabe bleiben dabei erforderlich.

Lücken werden sichtbar. Der Abgleich von Zielgruppenverständnis und bestehendem Marktauftritt zeigt, wo Inhalte fehlen oder wo sie nicht das leisten, was sie leisten sollten. Diese Lückenanalyse ist die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung - statt für einen pauschalen Neuanfang.

Einheitliche Grundlage über Kampagnen hinaus. Website, Kampagnen und Vertriebsunterlagen entstehen auf derselben Basis. Das verhindert, dass unterschiedliche Materialien widersprüchliche Botschaften senden oder dieselbe Zielgruppe mit unterschiedlichen Argumenten ansprechen.

Vertiefungen

Zielgruppen und Kaufsituation im Marketingkonzept verstehen {#V1}

Wer für ein Angebot kommuniziert, muss wissen, wer kauft - und warum. Im B2B-Umfeld sind mehrere Rollen an einer Kaufentscheidung beteiligt, mit unterschiedlichen Fragen, Risikoprofilen und Entscheidungskriterien. Ein Marketingkonzept, das alle Beteiligten mit denselben Argumenten anspricht, erreicht nicht alle gleichermaßen.

Weiterlesen: Welche Informationen über Zielgruppen und Anwendungen fehlen euch vor der Planung?

Positionierung ableiten: von der Ausgangslage zur Kernbotschaft {#V2}

Eine Positionierung ist keine Formulierungsaufgabe. Sie ist eine Ableitung aus dokumentiertem Wissen über Zielgruppen, Angebot und Marktumfeld. Der Unterschied zwischen einer Positionierungsbehauptung und einer belegbaren Positionierung liegt in der Grundlage.

Weiterlesen: Positionierung aus Kundenbedarf und Angebotsstärken entwickeln

Weiterlesen: Marketing-Beratung im Vergleich: Agentur oder eigene Wissensbasis?

Bestehenden Marktauftritt abgleichen: was bleibt, was ändert sich {#V3}

Ein Marketingkonzept kann mit einer Maßnahmenliste enden, ohne Abgleich mit dem, was bereits existiert. Welche Seiten, Argumente und Inhalte leisten schon, was sie leisten sollen? Welche nicht? Dieser Abgleich - zwischen dokumentiertem Zielgruppenverständnis und bestehendem Marktauftritt - zeigt, was weiter genutzt, überarbeitet oder ergänzt werden muss.

Weiterlesen: Marketing Content Audit: Was fehlt, wenn das Kundenwissen nicht stimmt

Kampagnen- und Mediaplanung aus dem Marketingkonzept ableiten {#V4}

Ein Marketingkonzept ist erst vollständig, wenn die Maßnahmenplanung konkret wird: welche Themen, welche Formate, welche Kanäle, in welcher Reihenfolge.

Weiterlesen: Welcher Kanal beantwortet welche Kundenfrage in eurer Kampagne?

Voraussetzungen

Ein Marketingkonzept entfaltet seine Wirkung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Ihr braucht eine gemeinsam getragene Bereitschaft, vorhandenes Wissen zu dokumentieren - aus Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung. Wer Wissen ausschließlich in einzelnen Personen lässt, kann es nicht als Grundlage für ein Konzept nutzen.

Der Abgleich zwischen Positionierung und bestehendem Marktauftritt setzt voraus, dass ihr bereit seid, bestehende Inhalte zu bewerten - auch wenn das Ergebnis unbequem ist. Nicht alles, was vorhanden ist, leistet das, was es leisten soll.

Und: Ein Marketingkonzept ist kein Schalter. Die Grundlage muss gepflegt werden. Neue Erkenntnisse aus Vertriebsgesprächen, veränderte Zielgruppenanforderungen oder ein verändertes Marktumfeld erfordern Anpassungen - fortlaufend, nicht einmalig.

Mit welchen Ressourcen und in welchem Umfang ein Marketingkonzept sinnvoll erstellt werden kann, hängt von der Unternehmensgröße, der Komplexität des Angebots und der vorhandenen Wissensbasis ab. Das klärt ihr am besten im konkreten Austausch.

Weiterführend

MarketLinQ bereitet vorhandenes Wissen zu Zielgruppen, Kundenfragen, Angebot und Positionierung auf und macht es zur gemeinsamen Grundlage für Kampagnen-, Website- und Mediaplanung sowie für die Inhaltserstellung. Wenn ihr prüfen möchtet, ob und wie das für euren Kontext passt, vereinbart ein Erstgespräch.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Erstgespräch vereinbaren→30 Min · eure Situation, ehrlich eingeordnet
unverbindlich · kostenlos

Erstelle Themencluster auf Basis von Geschäfts­zielen und einem Content‑Audit, und priorisiere nach Impact und Umsetzbarkeit. Lege klare Verantwortlichkeiten, Approval‑SLAs und wiederkehrende Review‑Zyklen fest; so bleibt der Plan strategisch statt reaktiv.

Nächster Schritt

Lasst uns einordnen, was das für euch bedeutet.

ErstgesprächWir prüfen gemeinsam, was passt – und was nicht.
  • 30 Minunverbindlich · kostenlos
  • Eure Situationgezielt besprochen
  • Klare Einordnungpasst es – oder nicht